Zu hohe Luftfeuchtigkeit fördert Schimmel in Wohnräumen

Feuchtigkeit ist die Hauptursache für Schimmelbildung in Gebäuden.

Schimmelpilze finden hier ein reiches Nahrungsangebot: Zellulose (Tapeten, Kleister, Holz und Holzwerkstoffe, Gipskartonplatten) oder auch Kunststoffe (Wandbeschichtungen, Teppichböden, Bodenbeläge usw.). Darüber hinaus können Staub, Kleidung, Bücher etc. befallen werden.

Ursachen:

  • defekte Wasserleitungen (Heizung, Dachentwässerung etc.);
  • Eindringen von Schmelz- oder Regenwasser wegen schadhafter Dachabdichtung, undichten Mauerwerks etc.;
  • Havarien: Waschmaschinenablauf, Löschwasser, Hochwasser etc.,
  • Kondenswasser (oder Tauwasser) – das aktuelle Hauptproblem, besonders in  Zeiten des Energiesparenshat es viel (juristischen) Streit zwischen Mietern und Vermietern ausgelöst hat:
    • Raumluftfeuchtigkeit schlägt sich auf kühlen Bereichen von Zimmerwänden (oder an Fenstern etc.) nieder – dort (oder an anderer Stelle, wohin das Wasser eventuell abfließt) entsteht bei vorhandenem Nahrungsangebot Schimmel. Die Luftfeuchtigkeit rührt nicht nur vom Baden und Kochen her, sondern schon vom Atem und Schwitzen der Bewohner. So verliert jeder Erwachsene pro Tag ca. 1- 1,5 Lieter Wasser und gibt diese Feuchtigkeit in die Umgebungsluft ab.
      Einzelne Bauschimmelarten treten ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % auf, ab 80 % fast alle übrigen.
    • Bis in die 1970er Jahre wurde die Schimmelbildung in Wohnungen durch eine permanente natürliche Wohnraumlüftung vermieden. Der für die Raumhygiene notwendige Luftwechsel wurde dadurch gewährleistet, dass die Fenster aufgrund ihrer Konstruktion die Aufgabe hatten, quasi unbemerkt ein Entfeuchten der Raumluft herbeizuführen. Die Fenster schlossen schlicht nicht so dicht wie es heute in den neuen DIN Normen vorgeschrieben wird. Zum Zwecke der Energiesparung wurden diese Fensterkonstruktionen inzwischen durch so dichte Fenster ersetzt, dass der Austausch zwischen feuchter Raumluft und trockener Außenluft nunmehr gezielt durch Lüften herbeigeführt werden muss. Wetterabhängig (besonders im Sommer) kann jedoch Lüften auch die Feuchtigkeit der Raumluft erhöhen (besonders bei Kellerräumen); dann ist eher Heizen (oder sogar ein technisches Entfeuchtungsverfahren) angebracht. In jedem Fall muss der Wohnungsnutzer sich bewusst mit dem Thema auseinanderetzen, um durch richtiges Verhalten die Luftfeuchtigkeit in seinem Umfeld abzusenken.
    • Niederschlag von Raumluftfeuchtigkeit (also Kondenswasser) nimmt mit der relativen Feuchtigkeit der Raumluft zu. Bei gleichem Wassergehalt (absolute Luftfeuchtigkeit, H2O etwa in g/m3) ist diese umso höher, je geringer die (Innen-)Temperatur ist. Kaum geheizte Räume schimmeln schneller. Daher wird stets geraten, einerseits auch bei Abwesenheit zu heizen und andererseits das Lüften rechtzeitig so zu beenden, dass Raumwände und Mobiliar nicht auskühlen.(Stoßlüften statt Fensterkippen). – Die Temperatur der Raumluft differiert i. Allg. zwischen verschiedenen Stellen eines Raums, insbesondere mit der Nähe zu einer Wärmebrücke (unzureichende Wärmedämmung) oder einer Kaltwasserleitung, auch zwischen verschiedenen Bereichen einer Wohnung oder eines Hauses abhängig von Nutzung/Heizung. Damit schwankt die relative Luftfeuchtigkeit innerhalb eines Raums oder – bei offenen Durchgängen (Türen) – zwischen Bereichen der Wohnung/des Hauses. Relevant für Schimmelwachstum ist die relative Luftfeuchtigkeit an der Oberfläche der bedrohten Nährsubstanz.
    • Undichte Dampfsperrfolien an Innendämmungen oder in Dachkonstruktionen lassen feuchte Raumluft in die Dämmmaterialschichten eindringen und kondensieren. Durchfeuchtetes Dämmaterial verliert seine Dämmfähigkeit, das Problem verschlimmert sich.
    • An der Wand stehendes Mobiliar kann eine ähnliche Wirkung wie eine Innendämmung ohne Dampfsperre haben. Es behindert die Erwärmung der Wandinnenseite und sorgt so für eine Verschiebung des Taupunkts zur Raumseite hin. Ohne eine ausreichende Absperrung des Wasserdampfs kommt es vermehrt zu Kondensation. Deshalb müssen Möbel so aufgestellt werden, dass eine Hinterlüftung möglich ist.
    • Die Raumluft nahe einer Wärmebrücke, also einer kühlen Stelle einer Wand, bleibt umso wärmer, je schneller sie durch Strömungen im Raum ausgetauscht wird. Fehlt diese Belüftung, so sinkt die Temperatur und steigt die relative Luftfeuchtigkeit an der kühlen Wandstelle. Auch daher kondensiert Feuchte mit folgender Schimmelbildung besonders dort, wo geschlossenes Mobiliar zu dicht an Außenwänden steht und eine Hinterlüftung nicht gewährleistet ist.
    • Neben Unterbinden des Luftaustauschs durch dichtere Fugen bestehen (nachträgliche) Wärmedämmungsmaßnahmen gewöhnlich darin, ältere Fenster durch solche mit besser dämmendem Rahmen und Glas einzusetzen. Dies kann dazu führen, dass Raumluft vermehrt an verbleibenden Wärmebrücken (etwa Fensterlaibung) niederschlägt und dort Schimmel hervorruft.
      Allgemein fällt auf, dass Schimmel in Innenräumen gerade erst nach nachträglichen Wärmedämmungsmaßnahmen auftritt. Vermieter/Bauherren können danach Streit mit Bewohnern zu vermeiden versuchen, indem sie auf das veränderte erforderliche Lüftungsverhalten hinweisen (z. B. Merkblatt).

Von Bauschimmel zu unterscheiden sind etwa der Hausschwamm und der Fogging-Effekt (Schwarzstaub).

Ursachen analysieren

Feuchtigkeitsanalysen

 

Ob ein Bauschaden oder ein Kondensatschaden vorliegt ist sachverständig feststellbar.

Ich habe eine entsprechende Qualifizierung über die Sachverständigen Akademie Aachen, Kooperationspartner des TÜV Süd absolviert.

Professionelle Meß- und Prüftechnik wird vorgehalten.

Methodisch wirde eine Analyse Kette aus Werten, der Luftfeuchtigkeit- Oberflächenfeuchtigkeit, Bauteilfeichtigkeit in zwei verschiedenen Bauteiltiefen, der Raumthemperatur, der Aussenthemperartur und der Bauteilthemperatur gebildet. Aus vorgenannten Werten lässt sich die Quelle der Feuchtigkeit analysieren.

 

Ferner erfolgte eine Definition möglicher Sanierungsmaßnahmen.

 

Kosten: € 200,- zzgl. MwSt, Fahrkosten € 0,35 je. Km

Schimmel gefährdert die Gesundheit von Mensch und Tier

Schimmel an Gebäudeteilen ist nicht nur eine optische Beeinträchtigung, nicht nur lästig sondern auch geeignet die Gesundheit von Mensch und Tier nachhaltig zu schädigen. Dabei reagieren Menschen unterschiedlich in Art und Ausprägung, Krankheitsbild und Stärke.

Daher gilt auftretender Schimmel muß möglichst früh bekämpft werden !!

Ohne Feststellung der Ursache kommt es jedoch wiederkehrend zu neuem Schimmelbefall. Deshalb erst analysieren, dann renovieren!

 

Für die Ursachenermittlung stehen verschiedenste bauphysikalische Messmethoden zur Verfügung, die abgestimmt auf die Situation vor Ort eingesetzt werden müssen.

 

Schimmel vermeiden

Vorbeugen durch richtiges Handeln

 

Es kommt gelegentlich vor, dass Mieter Schimmelbildung in Ihren Wohnungen reklamieren. Auch Ihr Vermieter hat ein großes Interesse daran, dass diese Erscheinung beseitigt wird.

Schimmelpilze benötigen für ihr Wachstum Feuchtigkeit.

Vielleicht kommt die Feuchtigkeit von außen. Viele Mieter vermuten das, weil meistens Außenwände und Decken betroffen sind. Mit der Zeit können sich an Gebäuden altersbedingte Schäden einstellen, die dann als Ursache zu erkennen sind. Sollte sich ein solcher Fehler bestätigen, werden wir ihn zügig beseitigen.

In den meisten Fällen ist aber kein Bauschaden festzustellen. Weitaus häufiger kommt die Feuchtigkeit aus dem Innenraum.

Die wirkliche Ursache lässt sich zügig ermitteln. Man bohrt die Wand mit einem dünnen Steinbohrer an und prüft den herausfallenden Staub. Ist er trockener, je weiter der Bohrer in die Wand vordringt, so liegt die Quelle der Feuchtigkeit in der Wohnung. Es kann auch elektronischer Messtechnik hinzugezogen werden.

 

Wie kann Feuchtigkeit in der Wohnung entstehen?

Luft enthält immer Wasser in Form von unsichtbarem Wasserdampf.

Zusätzlich wird Feuchtigkeit durch die Bewohner eingebracht: Atmen, Schwitzen, Kochen, Duschen, Baden, Zimmerpflanzen, Aquarium, regennasse Bekleidungsstücke usw..

Ein Haushalt mit vier Personen produziert so leicht eine Flüssigkeitsmenge von 10 Litern täglich. Diese Flüssigkeit wird in die Raumluft abgegeben. Die Aufnahme von Flüssigkeit durch die Raumluft ist aber nicht unbegrenzt möglich. Die Aufnahmekapazität der Luft hängt ganz wesentlich von ihrer Temperatur ab.

Kühle Luft nimmt wenig Wasser auf –

warme Luft nimmt viel Wasser auf.

So kann Luft mit einer Temperatur von 140C 12 g Wasser pro m3 Luft aufnehmen, bei einer Temperatur von 220C 19,5 g.

 

Woher weiß ich, wie viel Feuchtigkeit in der Luft vorhanden ist?

Wenn sehr viel Luftfeuchtigkeit vorhanden ist, bemerkt man die „Schwüle“ beim Betreten des Raumes; Brillenträgern beschlagen die Gläser. Meist ist die Luftfeuchte aber nicht subjektiv wahrnehmbar. Der Handel bietet günstige Hygrometer, die in mittlerer Raumhöhe an einer Innenwand montiert die Luftfeuchte in Prozent anzeigen. Als Richtwert sollten 50% nicht überschritten werden.

 

Warum entsteht Schimmel an Wänden und Decken?

Wenn warme Luft mit hoher Feuchtigkeit abkühlt, muss sie Feuchtigkeit abgeben (kondensiert). Abkühlen kann die Luft durch Reduzieren der Heizung oder an Stellen, die kälter sind als die im Raum übliche Temperatur. Kälter als die Raumtemperatur sind besonders im Winter die Außenwände und die Außendecken, Fensterrahmen und Fensterscheiben.

Die warme nasse Luft kommt also an diese kalten Bauteile, kühlt ab und gibt Feuchtigkeit an die Bauteile ab. Besonders gut kann man dieses an Fensterscheiben sehen, die dann innen beschlagen. Nicht sehen kann man das an Wänden und Decken.

Die abgegebene Feuchtigkeit ist nun der ideale Nährboden für Schimmelsporen, die sich hier vermehren. Ab einer bestimmten Menge kann das Auge dann den Schimmelbefall wahrnehmen.

Je nach Baualtersklasse sind Außenwände und Decken unterschiedlich isoliert. Umso aufwendiger Gebäude isoliert sind, desto wärmer sind die Bauteile. Das Wasser aus der Luft kondensiert nicht so schnell. Schimmelbildung tritt seltener auf. Besonders anfällig sind ältere Gebäude, die mit modernen Bauteilen ergänzt wurden. Z.B. Kunststofffenster sind nahezu luftdicht und lassen keinen Austausch durch Spalten

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Kann in unbeheizten Räumen auch Schimmel entstehen? Die kalte Luft kann ja keine Feuchtigkeit aufnehmen und dann auch nicht abgeben.

Gerade in unbeheizten Räumen kann Schimmel entstehen. Ein Luftaustausch mit anderen, beheizten Räumen des Hauses ist nicht ganz zu vermeiden. Herein strömt warme Luft, die ja viel Feuchtigkeit aufgenommen hat, kühlt ab und das Wasser kondensiert in die Bauteile.

 

Wie kann man die Feuchtigkeitsbildung reduzieren?

Es gibt Maßnahmen, die Sie ausführen müssen, um möglichst wenig Feuchtigkeit in die Zimmerluft gelangen zu lassen, u.a.:

ð  für zeitnahe, besser gleichzeitige Ablüftung der entstehenden Feuchtigkeit nach Außen sorgen

à  Kochen – Dunstabzugshaube anstellen

à  Duschen – Abzugsventilator anstellen

oder jeweils frühzeitig das Fenster weit öffnen und die Innentüren geschlossen halten.

à  nasse Fenster, Rahmen, Fliesen – mit Gummilippe abstreifen, Wasser aufsaugen

und Türen zu anderen Räumen geschlossen halten.

ð  keine Wäsche in Wohnräumen trocknen

ð  keine feuchten Gegenstände in der Wohnung verwahren

 

Was kann man gegen die Kondensierung an den kalten Bauteilen tun?

1. Außenwände sollen nicht direkt mit Möbeln verstellt oder mit Gardinen verhängt werden. Dahinter findet kein Luftaustausch statt. Die Luft kann „in aller Ruhe“ abkühlen und kondensieren.

Möbelstücke sollen mit einem Mindestabstand von 5 cm, besser mehr,  zu allen Außenwänden aufgestellt werden. Sie sollen Füße haben oder die Sockel Lüftungsschlitze enthalten. Gardinen aus festem Stoff sind vorzugsweise gar nicht erst aufzuhängen oder müssen einen entsprechenden Abstand, auch zum Boden und zur Decke aufweisen. Wenn ausreichende Zirkulation sichergestellt ist, wird die Luft an der Wand nicht so leicht abkühlen und die Bauteile bleiben länger trocken.

2. Die warme, mit Wasser gesättigte Luft, muss 2 bis 3 mal täglich abgelüftet werden. Ggf. ist der Raum vor dem Lüften aufzuheizen (30-45 Minuten). Das Ablüften muss in jedem Fall und mindestens im Anschluss an die Nutzung erfolgen, in der vermehrt Feuchtigkeit entstanden ist, z.B. Wohnzimmer vor der Nachtruhe, Schlafzimmer nach dem Aufstehen, Bad nach der Nutzung, Küche nach Essenszubereitung.

Vor dem Lüften werden die Heizkörper ausgestellt. Danach sind die Gardinen zurückzuziehen und die Fensterflügel weit zu öffnen (kippen reicht nicht). Besser noch wird in zwei Räumen gleichzeitig gelüftet und die Türen offen gelassen. Der Durchzug befördert die „alte“ Luft noch schneller ins Freie. Nach 10 bis 15 Minuten ist der Raum mit frischer Außenluft erfüllt. Es gilt:

Je kühler die Außenluft, desto kürzer das Lüften.

Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden.

Im Sommer ist diese Luft trocken und warm. Im Winter ist sie meistens kühler als die gewohnte Raumtemperatur. Damit die frische Luft nun wieder die anfallende Feuchtigkeit aufnehmen kann, muss sie aufgeheizt werden. Entsprechend wird die Heizung wieder angestellt.

 

Wie wird man Feuchtigkeit wieder los?

Durch konsequente Einhaltung der zuvor beschriebenen Handlungen lässt sich erhöhte Baukörperfeuchte wieder reduzieren. Hierbei ist es jedoch erforderlich, die Ablüftung und das anschließende Aufheizen 4 bis 5 mal täglich und für einen längeren Zeitraum durchzuführen.

 

Kann ich einen gelüfteten Raum durch die geöffnete Tür mit der Wärme eines anderen Raumes wieder aufheizen?

Räume sind grundsätzlich durch eigene Wärmequellen aufzuheizen. Luftaustausch zwischen warmen und kalten Räumen ist zu vermeiden. Besonders die Türen zu Bädern, Küchen und Schlafzimmern sind geschlossen zu halten, bis die hier entstandene Feuchtigkeit vollständig abgelüftet ist. Anderenfalls kondensiert die warme und feuchte Luft aus den warmen Räumen im kühleren Raum.

 

Ich will aber nicht für Draußen heizen!

Dieser Einwand ist verständlich, trifft aber nicht zu, wenn die Lüftungsphasen kurz und intensiv sind. Bei entsprechendem Vorgehen findet ein zügiger Luftaustausch statt, ohne dass die Wände auskühlen. Die Heizung braucht also nur die Luft zu temperieren und nicht den Baukörper. Zusätzlich gilt:

Frische, sauerstoffreiche und trockene Luft erwärmt sich schnell –

verbrauchte, sauerstoffarme und feuchte Luft erwärmt sich langsam.

Ein ständiges Hoch- und Runterregeln der Raumtemperatur ohne zwischenzeitliches Lüften ist somit energieintensiv und schafft ein ungünstiges Raumklima.

 

Morgens Lüften und Heizen ist mir zu umständlich. Ich lasse die Fenster lieber gekippt bis ich von der Arbeit komme!

Diese Vorgehensweise belastet nicht nur Ihren Geldbeutel, sie fördert auch Schimmelbefall.

Anhaltend gekipptes Fenster bei angestellter Heizung bewirkt:

-   Luftaustausch findet nicht statt, die feuchte Luft bleibt im Raum

-   Kalte Außenluft fällt auf das Thermostatventil, dieses öffnet und viel Heizenergie wird verbraucht

-   Kalte Außenluft kühlt die Fensterlaibungen aus und die feuchte und warme Innenluft kondensiert an diesen Stellen, es folgt Schimmelbefall

Anhaltend gekipptes Fenster bei ausgestellter Heizung bewirkt:

-   Luftaustausch findet nicht statt, die feuchte Luft bleibt im Raum

-   Kalte Außenluft kühlt den Baukörper aus und die feuchte und warme Innenluft kondensiert an diesen Stellen, es folgt Schimmelbefall

-   Die Heizung muss anschließend nicht nur die Luft sondern auch den Baukörper temperieren. Dieses ist sehr energieaufwendig.

 

Und wenn ich in den Urlaub fahre?!

Vor Antritt des Urlaubs ist darauf zu achten, dass alle Räume ordentlich durchgelüftet sind. Hierzu muss man sich sicherlich zwingen, zumal wenn das Flugzeug schon um 4:00 Uhr startet. Nach dem Luftaustausch sind alle Fenster zu schließen und die Heizung auf abgesenktem Niveau einzustellen. Dieses ist wichtig, weil die Temperatur der Innenoberfläche der Außenwände nie unter 150C absinken soll. Es empfiehlt sich also eine Einstellung der Heizung, die eine Raumtemperatur von 17-180C sicherstellt.

Durch entsprechende Verfahrensweise werden Sie den bauphysikalischen Anforderungen und Ihren ökonomischen Vorstellungen gerecht.

 

Eine Besonderheit im Sommer

Während Wohnräume ganzjährig ausreichend gelüftet werden müssen, sind Kellerräume gesondert zu betrachten.

Durch die Erdkühle sind auch Kellerwände ganzjährig kalt. Wird nun warme, schwüle Außenluft hineingelüftet, so bildet sich Feuchtigkeit auf den Kellerwänden und dem Böden.

Im Sommer sind Keller nur bei trocknen Luftverhältnissen und kurzphasig zu lüften.